China: Pastor wegen Glaubensverbreitung im Internet in Haft

Frankfurt am Main. Als Gefangenen des Monats Januar 2026 haben die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) und die Evangelische Nachrichtenagentur IDEA den evangelischen Pastor der „Kirche von Zion“ Jin (Ezra) Mingri benannt. Der 56-jährige Chinese wurde am 10. Oktober 2025 in der südchinesischen Stadt Beihai festgenommen, ebenso wie weitere Pastoren und Mitarbeiter dieser Kirche, insgesamt mehr als 30 in sieben Städten. Es kam zu Hausdurchsuchungen und Beschlagnahmungen. Den Gläubigen wird illegale Verbreitung religiöser Informationen im Internet vorgeworfen. Jin Mingri gründete die Hauskirche im Jahr 2007 in Peking. Sie ist inzwischen auf mehrere Tausend Mitglieder in mehr als 40 Städten angewachsen, jedoch nicht staatlich registriert.

Dieses diktatorische Vorgehen ist wohl eine der größten, gegen Christen gerichteten Verhaftungswellen der letzten Jahre im kommunistischen China. Einige derjenigen, die festgenommen wurden, kamen inzwischen wieder frei, überwiegend gegen Hinterlegung einer Kaution. Im Jahr 2018 wurde diese Kirche erstmals verboten und der Gründer wurde unter Hausarrest gestellt.

IGFM und IDEA rufen dazu auf, sich in Briefen an den chinesischen Staatspräsidenten Xi Jinping für die Freilassung des Pastors einzusetzen, verbunden mit der Bitte, für den Inhaftierten zu beten. Die Appelladresse lautet: Staatspräsident Xi Jinping via Botschaft der Volksrepublik China, Kalcheggweg 10, 3006 Bern.

Ein Muster-Appellbrief im WORD-Format steht zum Download bereit:

WORD-Appellbrief-Jin-Mingri-China

7. Januar 2026